Trockenblog

Wollte ich eigentlich nicht machen. Also ich rede von zwei Sachen, die ich jetzt hier nicht machen wollte. Sonst macht man ja oft Sachen, die man nicht machen möchte – und ich rede jetzt nicht von morgens aufstehen oder ähnlichem. Ich rede – also jetzt und hier 🙂 – von: Tagelang nichts im Blog schreiben und dann einen Beitrag vorformulieren. Es macht ja gerade den Reiz aus,. dass man den Blogbeitrag spontan in das schon leicht malträtierte Keyboard hackt, also mehr oder weniger unzensiert und dem Kontroll-Lesen entzogen (was auch einen großen Teil der Rechtsschreibfehler erklären könnte…)

Und jetzt sitze ich doch in meiner morgentlichen SBahn und schreibe mit meinem grünen Wepa-Kugelschreiber (Werbegeschenk von der Pharmazeutenmesse) in meinen karrierten Collegeblock – fast wie zu Studentenzeiten, aber wir wollen ehrlich sein: ein anständiger Student ist morgens um halb 9 noch im Bett… wobei – ich schweife mal eben ab – es schon lustig ist mal früh aufzustehen (oder garnicht erst in Bett) und dann ab 8 Uhr morgens in der Uni zu stehen. Man fällt schon alleine deswegen auf, weil man der einzige ist, der nicht vollkommen frustriert durch die Gänge läuft. Warum sollte man aber auch frustiriert sein, man ist ja (im Gegensatz zu den meisten) irgendwie freiwillig da.
Die anderen, ältere Professoren etwa, die vergeistigt von ihrem Büro zum Hörsaal schlendern, im Bewustsein, dass so herrlich wenige Studenten da sein werden (warum legen die denn ihre Seminare sonst auf 8 Uhr ???), Dozenten und Doktoranten, die sich den Job ganz anders vorgestellt hatten als sie noch einfache Studenten waren und dem oben erwähnten Professor gerne mal die Tasche nachtragen während sie leise in sich hineinfluchen über die Kommilitonen, die tolle Jobs haben oder zumindest im Bett liegen können, und natürlich vereinzelte Studenten, die entweder in Trance vom Fahrrad steigen – nein, seien wir ehrlich, aus dem Auto krabbeln (zumeist ein alter Golf oder Mercedes 190 von Mama), vom Parkplatz wanken und mit einem Gesicht durch die Gegend laufen, welches eine spannende Mischung zeigt zwischen “müde” und dem erwachenden Gedanken der sich unaufhaltsam in das Bewustsein des Hirnträgers bohrt und dessen Konturen sich auf der Stirn mehr und mehr abzeichnen mit der herausschreinden und himmelschauenden Frage “Was M A C H E ich eigentlich H I E R ?”..
Wie gesagt, es hat was.

Aber ich schweife ja schon wieder ab. Was einerseits nicht gut ist, andererseits dieser Blog ja kein Thema im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Communicator für die wirren Gedanken des Erik P. in dieser Welt, zwischen dem alltäglichen Wahnsinn von Arbeit, Leben, Wohnung, Geldsorgen, Alleinesein und natürlich dem unausbleiblichen und jeden Tag stärker werden Drang mich in Haar einweisen zu lassen… wobei der Gedanke sich glücklicherweise mit Verlassen der Büroräume verflüchtigt.
Nichts desto Trotz muss ich jetzt das Schreiben für den Moment beenden und mich später wieder dem eigentlichen Thema des heutigen Tages widmen, eben jenem Gedanken der mich heute morgen beim Warten auf die S5 nach Holzkirchen dazu veranlasst hat, auf meinem Block was für den Blog zu schreiben.

Also bis gleich 🙂

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