“Die junge Welt” oder die Grenzen der Pressefreiheit

Ich bin liberal. Und ich werde trotz allem immer für die Freiheiten des Einzelnen oder auch von Gruppen streiten auch wenn ich diesen Gruppen nicht angehöre. In letzter Zeit waren das eigentlich eher die Gruppe von Homosexuellen, die ich gegen so manchen Homophoben verteidigte obwohl mir nicht bewusst ist dieser Gruppe anzugehören. Schlussendlich ist es aber wirklich nicht wichtig ob man einer Gruppe angehört oder nicht um die Freiheit dieser Gruppe zu verteidigen.Ich halte es mit François Marie Arouet, besser bekannt als Voltaire, der neben so manchem anderen Zitat, welches zitierenswert ist, die Sache auf den Punkt gebracht hat mit:

„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

Natürlich ist es nicht immer leicht dies durchzuhalten, es ist im Gegenteil vor allem dann schwer wenn es um eine Meinung geht, die nicht die eigene ist. Aber vielleicht ist das gerade der Sinn der Sache. Vielleicht muss man sich selbst zwingen die Meinungen der anderen auszuhalten und die Zähne zusammenbeissen, was sicherlich schwer ist aber wer hat gesagt, das liberalsein einfach ist.

Aber auch die Presse- und Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen und die sind erreicht, wenn klare Lügen oder Geschichtsverfälschungen als Meinung deklariert und dann im Schutz der Meinungsfreiheit postuliert werden. Das gilt für Lügen über Geschehnisse des dritten Reiches genauso wie Geschichtsverdrehung über das Unrechtssystem der DDR.

Und genau das hat die Junge Welt getan, als sie am 13. August diesen Jahres einen Artikel mit der Überschrift “Wir sagen einfach mal Danke” veröffentlicht hatte, mit dem zynischen Nachsatz “für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa”. Das ganze unter einem Bild von Kampftruppen zum Anlass des Jahrestages des Mauerbaus. Alleine schon, dass die Mauer 28 Jahre lang eine unfassbare Menschenrechtsverletzung war und 16 Millionen Menschen eingesperrt hat, das die Mauer das Leben hunderter Menschen beendet hat, das es absolut keinen Grund der Rechtfertigung für den Bau der Mauer gibt. Aber was die Junge Welt hier aufgelistet hat ist ein Schlag ins Gesicht der Wahrheit und deswegen auch nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Es wird die Junge Welt nicht interessieren. Es wird sie vermutlich belustigen, dass ich mich aufrege sollte es sein, dass ein Redakteur der Jungen Welt dies hier liest – was nicht geschehen wird, da ich in der Regel mit solchen Menschen keinen näheren Kontakt habe und dies auch bewusst nicht haben möchte über das normale Mass eines eventuellen alltäglichen Kontaktes hinaus. Dennoch möchte ich hier und jetzt anmerken, dass ich zu dem Artikel der Jungen Welt nur sagen kann: SCHÄMT EUCH!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s