Über mich

Wenn man sich im Netz so umtut, kommt man in aller Regel nicht darum herum sich hin und wieder auf einer Seite ein Profil anzulegen, und dann kommt immer irgendwann unumgänglicherweise die  “Über mich” Seite. Schlimm sowas.

Wenn ich das schon lese… Über mich…
Ich hasse “über mich” Seiten. Was sagt man übers ich (und nun ratet ob das ein Tippfehler ist oder nicht)? ….gute Frage…. Über mich… Was wird hier erwartet? Sowas wie ein Lebenslauf? Oder mehr eine psychoanalytische Darstellung? Eine Auflistung von Schwächen und Stärken? (wobei ich da ja immer sehr spannend finde was manche Leute als Schwäche und Stärke definieren. Leider ist ja nie jemand ehrlich bei sowas, aber wie auch, man würde ja in der Luft zerissen werden. Anderes Thema.)

Grundsätzlich gesprochen sind solche Analysen also für die Katze. Zumal die eigene Sicht natürlich immer unterschiedlich ist zu der Sicht anderer. Was kein Wunder ist, man hört was man sagt aber man weiss was man meint. Das ist wie ein Film in fremder Sprache, nur das der eine Untertitel hat und die anderen nicht. Wen wunderts, dass beide den Film unterschiedlich sehen. (Hm schönes Beispiel eigentlich :)) Aber das macht es jetzt nicht besser. Das schöne Beispiel, denn das Problem besteht. Und es ist meiner Meinung nach nur schwer oder eigentlich garnicht lösbar. Nun soll man ja positiv denken und also eine Lösung suchen oder zumindest so tun als ob. Eine Option wäre sicherlich wenn andere einen beschreiben. Aber wer kennt einen? Ok, man kann seinen besten Freund (ich bitte um geschlechtsneutrale Lesart da ich grundsätzlich jede Art von “innen” Schreibung ablehne…) fragen. aber würde der eine realistische Wahrheitsgetreue Darstellung liefern? Ich meine, man will ja Freund bleiben. Und wenn man dann schreibt “naja, der Erik kann auch mal nett sein wenn er net gerade seine 5 Minuten Phase hat…. 3 mal in einer Viertelstunde… “… nein sowas was würde ein Freund net schrieben. Ok mein bester Freund wohl schon aber das ist ein anderes Thema 😉

Manche listen in solchen Seiten ja gerne auch mal ihre Hobbies und Interessen auf.

Wie doof ist das denn? Macht das ein Bild von einem menschen wenn man schreibt: Ich mag Kino. Wer mag denn Kino bitte nicht? Es kommt ja immer drauf an was für ein Kino und was für ein Film dort gezeigt wird. Nicht jeder der Kino mag mag dann auch jeden Film gucken… ich zum Beispiel mag Kino natürlich, aber eine Filmmatinee mit unbekannten französischen Neoklassizistischer Impressionsfilme aus den frühen 60er Jahren ist nicht unbedingt das, was mich bei Wind und Regen aus dem Haus treibt. (Ok, ehrlich gesagt kann ich mir gerade vorstellen, dass das eine nette Idee sein könnte. Mist, ich widerlege mich selbst…) Aber ich denke ihr versteht was ich meine.  (Was echt ein doofes Beispiel, ich überlege gerade ob es sowas wohl gibt hier in London, nennt man das nicht Programmkino? Ich schweife ab)

Also was schreibt man? Ich denke am besten man schreibt einfach was man so denkt, zensiert die schlimmsten Stellen ein wenig, beschönigt die Sache und hofft, dass der geneigte Leser mit guter Stimmung und hellem Geiste an den Text geht und versucht es positiv zu verstehen.

Wer dies tut darf sich auch gerne um Kontakt bemühen 🙂

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